Focaccia aus der Pfanne: Das schnelle Rezept ohne Backofen für die ganze Familie

Focaccia aus der Pfanne: Das schnelle Rezept ohne Backofen für die ganze Familie

Die focaccia aus der Pfanne revolutioniert die italienische Backkunst und bringt mediterranen Genuss direkt auf den Herd. Ohne Backofen, ohne lange Wartezeiten, dafür mit knuspriger Kruste und fluffigem Inneren – dieses schnelle Rezept erobert Familienküchen im Sturm. In nur wenigen Schritten verwandeln sich einfache Zutaten in ein aromatisches Fladenbrot, das warm serviert zum Highlight jeder Mahlzeit wird. Die Pfannenmethode spart nicht nur Energie, sondern verkürzt auch die Zubereitungszeit erheblich. Perfekt für spontane Gäste, als Beilage zu Suppen und Salaten oder einfach zum Dippen in Olivenöl. Diese moderne Interpretation des klassischen Brotes aus Ligurien beweist, dass traditionelle Rezepte durchaus alltagstauglich werden können.

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Zutaten

Personen +

Utensilien

Zubereitung

1. Teig vorbereiten

In einer großen Rührschüssel das mehl mit der trockenhefe, dem salz und dem zucker vermischen. Diese trockenen Zutaten gut durchrühren, damit sich die hefe gleichmäßig verteilt. Das lauwarme wasser sollte etwa handwarm sein, nicht zu heiß, sonst stirbt die hefe ab. Eine Mulde in die Mitte der mehlmischung drücken und das wasser zusammen mit zwei esslöffeln olivenöl hineingießen. Mit einem holzlöffel von innen nach außen rühren, bis sich alle Zutaten verbinden. Der teig wird zunächst klebrig erscheinen, das ist völlig normal. Etwa fünf minuten lang kräftig kneten, entweder in der schüssel oder auf einer leicht bemehlten arbeitsfläche. Der teig ist fertig, wenn er geschmeidig wird und sich von den händen löst. Eine Kugel formen und in die schüssel zurücklegen.

2. Teig ruhen lassen

Die schüssel mit einem sauberen küchentuch abdecken und an einen warmen ort stellen. Der teig muss nun etwa 30 minuten gehen, bis er sein volumen verdoppelt hat. Dieser vorgang nennt sich gärung, bei dem die hefe den zucker verstoffwechselt und kohlendioxid produziert, wodurch der teig aufgeht. Ein warmer ort kann die heizung, ein sonniges fensterbrett oder der leicht vorgewärmte backofen sein. Die temperatur sollte zwischen 25 und 30 grad liegen. Nach der ruhezeit den teig kurz durchkneten, um die luft herauszulassen. Diese technik heißt degasieren und sorgt für eine gleichmäßigere struktur.

3. Pfanne vorbereiten

Eine große pfanne mit deckel nehmen, idealerweise mit 26 bis 28 zentimeter durchmesser. Die pfanne sollte eine beschichtete oder gusseiserne oberfläche haben, damit nichts anhaftet. Zwei esslöffel olivenöl in die kalte pfanne geben und gleichmäßig auf dem boden verteilen. Das öl darf nicht zu heiß werden, bevor der teig hineinkommt. Den teig auf einer leicht bemehlten arbeitsfläche zu einem flachen runden fladen ausrollen oder mit den händen flach drücken. Der durchmesser sollte etwas kleiner sein als die pfanne, da der teig beim backen noch aufgeht. Mit den fingerspitzen mehrere vertiefungen in die oberfläche drücken, das sind die typischen dellen der focaccia.

4. Focaccia in der pfanne backen

Den teigfladen vorsichtig in die vorbereitete pfanne legen und gleichmäßig verteilen. Die oberfläche mit den restlichen tropfen olivenöl beträufeln und mit den fingern verstreichen. Den getrockneten rosmarin und das knoblauchpulver gleichmäßig darüber streuen. Das grobe meersalz als letztes darüber verteilen. Die pfanne auf mittlerer hitze auf den herd stellen, ohne deckel, für etwa drei minuten. Dann die hitze auf niedrige stufe reduzieren, den deckel auflegen und 15 bis 20 minuten backen lassen. Der deckel ist wichtig, da er die hitze im inneren hält und dafür sorgt, dass der teig auch oben durchgart. Nicht den deckel öffnen während dieser zeit, sonst entweicht der dampf.

5. Fertigstellung prüfen

Nach 15 minuten vorsichtig mit einem pfannenwender den rand der focaccia anheben und die unterseite kontrollieren. Sie sollte goldbraun und knusprig sein. Falls noch zu hell, weitere drei bis fünf minuten backen lassen. Die oberseite sollte fest sein und beim leichten drücken zurückfedern. Das ist das zeichen, dass der teig durchgebacken ist. Die focaccia aus der pfanne nehmen und auf ein schneidebrett oder einen teller legen. Kurz abkühlen lassen, etwa fünf minuten, damit sich die struktur festigt. Dann in rechtecke oder dreiecke schneiden. Warm servieren, wenn die focaccia ihr volles aroma entfaltet und die kruste am knusprigsten ist.

Brunhilde

Tipp vom Chefkoch

Für eine noch aromatischere variante können frische kräuter wie basilikum oder oregano in den teig eingearbeitet werden. Wer es herzhafter mag, gibt kleine tomatenstücke oder oliven auf die oberfläche, bevor die focaccia gebacken wird. Die pfanne sollte niemals zu heiß sein, sonst verbrennt die unterseite, während die mitte noch roh bleibt. Ein guter trick ist, die hand etwa zehn zentimeter über die pfanne zu halten – wenn es angenehm warm, aber nicht heiß ist, stimmt die temperatur. Reste lassen sich am nächsten tag im toaster oder in der pfanne wieder aufwärmen und schmecken fast wie frisch gebacken.

Getränkeempfehlungen zur pfannen-focaccia

Zu dieser mediterranen spezialität passt ein leichter weißwein wie ein pinot grigio oder ein verdicchio perfekt. Die frische säure des weines harmoniert wunderbar mit dem olivenöl und den kräutern. Für weinliebhaber ist auch ein junger chianti eine ausgezeichnete wahl, dessen fruchtige note die herzhaften aromen unterstreicht. Wer alkoholfreie alternativen bevorzugt, greift zu einem spritzigen zitronenwasser mit frischen kräutern oder einem hausgemachten eistee mit zitrone und minze. Kinder freuen sich über einen fruchtigen apfelsaft oder eine selbstgemachte limonade, die das italienische flair perfekt ergänzt.

Zusätzliche Info

Die focaccia stammt ursprünglich aus der region ligurien in norditalien, wo sie seit jahrhunderten als einfaches alltagsbrot gebacken wird. Der name leitet sich vom lateinischen wort focus ab, was herd oder feuerstelle bedeutet – ein hinweis auf die traditionelle zubereitungsweise. Historisch wurde focaccia in holzöfen gebacken und diente als test, ob die temperatur für größere brote stimmte. Die pfannenvariante ist eine moderne adaption, die besonders in städtischen haushalten ohne großen backofen beliebt geworden ist. In italien wird focaccia zu jeder tageszeit gegessen – zum frühstück mit kaffee, als snack zwischendurch oder als beilage zum abendessen. Jede region hat ihre eigene variante, von der focaccia genovese mit olivenöl bis zur focaccia barese mit tomaten und oliven.

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